Tel: +49 371 27 34 77 90
09111 Chemnitz, Mühlenstraße 94

Kosmonaut 3.0

Letzes Wochenende war es endlich soweit. Zum nun schon dritten Mal startete das Kosmonaut Festival an unserm Stausee Rabenstein. Endlich war mal wieder was los in unserem beschaulichen Chemnitz.

Zugegebenermaßen als es dann soweit war, haben wir uns ziemlich Zeit gelassen. Die Shuttellage war, wie man das so kennt, etwas unübersichtlich und zudem sehr beengt. Also fuhren wir erstmal entspannt normal mit dem Bus nach Rabenstein, von wo aus uns dann nur noch der immer wieder steiler als gedachte Anstieg zum Stausee im Wege stand. Noch Bändchen holen, Alkohol austrinken oder gar ins Gelände schmuggeln und dann konnte es los gehen. So waren wir dann aber auch erst so gegen 18Uhr auf dem Gelände.

Bei Fink und während der Show des Herzblatt Studio`s konnte man sich dann schon mal angenehm in das Festival Flair einfühlen.

Bei Zugezogen Maskulin ging es dann richtig heiß her. Ein Kumpel berichtet, mit einen Lächeln im Gesicht, am Tag danach, von seinen Blauenflecken die er im Moshpit abbekommen hat.

Danach ging es zurück zur Hauptbühne, wo die Beatsteaks schon auf Einen warteten. Die „alten Hasen“ der deutschen Festivallandschaft wissen natürlich wie man die Menge zum kochen bringt.

Mit der letzten Note der Beatsteaks begann dann aber auch schon das gespannte Warten auf den geheimen Headliner. Es ist nun ja, kein Geheimnis mehr, dass es Materia war. Meine Hoffnung auf Deichkind wurde damit zwar enttäuscht, aber diese Enttäuschung wurde in Windeseile von der mega Show überschattet. Das Set war so voller Hits, das es auch was für den nicht hardcore Fan war. Mann musste also nicht jedes Wort mitsingen können um auf seine Kosten zu kommen. Richtige Fans wurden sogar doppelt belohnt indem Materia auch noch schnell zu seinem Alter Ego Marsimoto wurde und man so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte.

Natürlich war das für den Tag noch nicht alles. Es gab ja auch noch Haftbefehl. Eine Stunde über die Liebe eines Babos zu seiner Sonnenbrille, tausendmal „Aslakbaby“ und ein inbrünstiges „öawww“. Dazu aber lieber nicht mehr, bevor hinter meinen Namen auch noch irgendwann ein Schussgeräuch gesetzt wird.

Für wen Freitag aber ein normaler Partytag ist, war um 1 Uhr natürlich noch keine Zeit um nach Hause zugehen. Zum Glück gab es ja noch die Drunken Masters bei denen man sich noch nach Belieben die Füße wund tanzen konnte.


Frisch und munter, nach einer gemütlichen Nacht im heimischen Bettchen, ging es dann zum zweiten Tag an den Start. Das verregnete Wetter konnte uns dabei natürlich nicht den Tag versauen.

Entspannt konnte man sich bei Balthazar erstmal eintanzen. Wunderschöne Musik und herzliche Stimmung. Unterstrichen von den vielen Seifenblasen die dabei in der Luft hingen, ein wunderbares Bild. Auf der kleinen Bühne konnte man danach gleich mit ähnlicher Musik der deutschen Band RAZZ anschließen.

Seien wir aber einmal ganz ehrlich, gekommen sind wir wegen K.I.Z.. Vom Betreten des Festivalgeländes an wurde man dafür auch richtig in Stimmung gebracht. Auf dem Gelände standen überlebensgroße K.I.Z.-Statuen und an Fans wurden Fähnchen verteilt. Dementsprechend imposant war das Fahnenmeer als sich K.I.Z. von ihren eigenen „Parteilied“ ankündigen ließen. Das Kannibalenlied war zu Ende und der Wahnsinn brach los, vollkommene Eskalation im Moshpit zu einer großartigen Show.

Danach haben wir es wieder etwas ruhiger angehen lassen. Entspannt vom Hügel bei den Fressbuden aus, konnten wir nun die Gastgeber in persona genießen. Kraftklub lieferten wie gewohnt eine erstklassische Show und holten zum großen Finale sogar noch einmal alle Acts und Freunde auf die Bühne. Ein grandioses Ende für ein wunderschön erfülltes Festivalwochenende.

Da freut man sich direkt wieder auf das nächste Jahr.


© Copyright 2017 Bandbüro Chemnitz e. V.